Das Projekt

Medifly Hamburg

Unbemannte Luftfahrzeuge werden bereits heute erfolgreich in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt wie Inspektion, Vermessung, Film, Fotographie und Landwirtschaft. Im Rahmen des Projektes „Medifly Hamburg“ soll herausgefunden werden, inwieweit unbemannte Luftfahrzeuge zur Beförderung medizinischer Proben eingesetzt werden können und einen echten Mehrwert bieten.

Ausgangslage

Im Zuge medizinischer Eingriffe kann es notwendig werden, dem Patienten Gewebeproben – sogenannte Schnellschnitte – zu entnehmen, die noch während der Operation durch einen Pathologen untersucht werden müssen. Ziel ist es zu bestimmen, ob sämtliches krankhaftes Gewebe während des Eingriffs entfernt wurde. Dafür werden i.d.R. mehrere Proben an unterschiedlichen Stellen entnommen, einzeln verpackt und zur Befundung in die Pathologie gebracht.

Tatsächlich verfügen die meisten Krankenhäuser nicht mehr über eigene Pathologien, weshalb die Gewebeproben mit dem Rettungswagen zur Pathologie eines anderen Krankenhauses transportiert werden müssen. Für die Dauer des Transports und der Befundung wird die Operation unterbrochen und erst wieder fortgesetzt, wenn das Ergebnis vorliegt. Im vorliegenden Fall beträgt die Distanz zwischen den beiden Krankenhäusern etwa 5 km Luftlinie und erfolgt über städtischem Gebiet innerhalb der Kontrollzone des Hamburger Flughafens.

Projektziel

Ziel des Projektes ist es herauszufinden, ob der Transport mittels einer Drohne zuverlässig, sicher und wirtschaftlich erfolgen kann.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2019/2020 soll zunächst auf der sicheren Demonstration eines erweiterten Sichtflugs liegen. Anschließend soll in einem mehrmonatigen Erprobungsbetrieb weitere Faktoren untersucht, die einen wirtschaftlichen Einsatz ermöglichen. So soll zunächst nachgewiesen werden, dass die Flüge außerhalb der Sichtweite des Steuerers über bewohntem Gebiet und viel genutzten Verkehrswegen sicher und zuverlässig durchgeführt werden können; darüber hinaus ist zu untersuchen, inwieweit Transport- einschließlich Rüstzeiten für das unbemannte Luftfahrzeug die Narkosezeiten tatsächlich verkürzen und wie hoch die technische und witterungsbedingte Verfügbarkeit ist.

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